Buchtipp: Schreibkompass von Andreas Schuster

von yvonne 

Na, wie viele Schreibratgeber hast du so in deinem Regal stehen? Bei mir sind es mehrere Regalböden voll, und es werden beständig mehr. Schreibratgeber kann man nicht genug haben, deswegen schreibe ich ja auch selbst welche. Und habe mich über den meines Schreibcoach-Kollegen Andreas Schuster natürlich auch sehr gefreut.

Und als ich es dann aufschlug und zum ersten Mal durchblätterte, blieb ich bei fast jedem Kapitel hängen und nickte immer wieder, weil ich viele der Tipps aus meiner eigenen Coaching-Erfahrung genauso unterschreiben kann.

Andreas ist Schreibtrainer und Autorencoach und teilt auf seiner Website und in seinem Podacst seine Erfahrungen. Und jetzt auch in seinem Buch Schreibkompass – 99 Irrwege auf deinem Buchabenteuer und wie du sie vermeidest.

Der Titel zeigt schon ein bisschen, wie das Buch aufgebaut ist: kein klassischer Ratgeber, den du von A bis Z durcharbeiten musst, sondern ein Nachschlagewerk, dass dir in den unterschiedlichsten Situationen auf deiner Reise zum Buch hilft. In 7 Kategorien sind die Tipps aufgeteilt, die Andreas vorstell:

  • Mit dem Schreiben beginnen
  • Schreibhandwerk
  • Einen Roman schreiben
  • Autobiografisch schreiben
  • Schriftsteller werden
  • Als Autor bekannt werden
  • Ein Buch veröffentlichen

Je nachdem, wo du gerade stehst (oder feststeckst), kannst du das Buch aufschlagen, reinlesen und einen ganz konkreten Tipp für dich umsetzen.

Meine drei liebsten Tipps aus dem Buch

Die Tipps im Buch sind pragmatisch, lebensnah und daher wertvoll. So sagt Andreas zum Beispiel, dass man nicht darauf warten soll, dass die Selbstzweifel endlich verschwinden. Und nach mehr als 20 veröffentlichten Büchern kann ich sagen, dass ich mittlerweile davon ausgehe, dass sie das wohl nie werden. Selbstzweifel gehören dazu, und sie sind ein Zeichen dafür, dass uns eine Sache wichtig sind und dass wir uns auf unserem Weg weiterentwickeln. Beides ist super.

Nicht zu viel zu erklären ist ein Tipp, den ich selbst auch gerne gebe. Wir haben als Autor*in oft das Gefühl, dass wir alles so genau beschreiben müssen, dass es 1:1 von unserem Kopf in den Kopf unseres Publikums wandert. Das ist aber zum einen gar nicht möglich, weil wir immer unterschiedliche Vorstellungen haben, die auf unseren Vorerfahrungen basieren. Zum anderen nehmen wir unseren Leser*innen damit die Möglichkeit, sich selbst in die Geschichte einzubringen. Und machen es für sie dadurch weniger spannend.

Auch zu spät ans Buchmarketing zu denken ist ein häufiger Fehler, und die meisten Autor*innen haben ihn wohl schon gemacht (ich bei meinem ersten Buch auch).

Die 99 Irrwege, die Andreas zusammenstellt, stammen ganz klar aus der Praxis, und wenn du nur ein oder zwei davon vermeidest, bist du schon ein gutes Stück weiter auf deinem Weg zum Buch.

Der Schreibkompass richtet sich vor allem an Autor*innen von Romanen und autobiografischen Texten – für sie gibt es auch jeweils ein eigenes Kapitel. Die Tipps zu Mindset, Veröffentlichung und Markteing gelten aber für alle Schreibenden.

In meinem Regal gibt es also nun einen weiteren Schreibratgeber, den ich gerne empfehle. Und um einen 100. Tipp ergänze: Nimm aus diesem (und jedem anderen) Buch das, was für dich passt und entwickle es zu deiner eigenen Methode. Denn am Ende haben wir alle auch deswegen so viele Bücher übers Schreiben, weil das Ganze ein hochindividueller Prozess ist.

Erolgsgeschichte

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